Fragebögen für die Stakeholder/Fachkräfte und Jugendliche (begünstigte Zielgruppe)

Das LLP Projekt “SGSCC” zielt darauf ab, Lernspiele am Computer für Jugendliche und junge Erwachsene mit leichten Lernschwierigkeiten zur Erhöhung Ihrer Erwerbsfähigkeit zu entwickeln. Dabei sind wir an Einschätzungen sowohl der Zielgruppe der Jugendlcihen als auch anderer relevanter bzw. meinungsbildender Personen interessiert. Ihre Einschätzungen fließen in weiterer Folge in unsere Entwicklungsprozesse.

Nachstehend finden Sie die 2 (zugänglich) Fragebögen.

Was verstehen wir unter sozialer Kompetenz?

Arendt (1958) definiert soziale Kompetenzen als Fähigkeiten, die Menschen dazu befähigen, “miteinander auf dieser Welt zu leben”. Für die Europäische Kommission (2007, 9) beinhält soziale Kompetenz persönliche und zwischenmenschliche Kompetenzen und umfasst alle Verhaltensweisen, die Menschen damit ausstatten, wirksam und konstruktiv an sozialen Leben und am Arbeitsleben, teilzuhaben und – wo immer nötig –Konflikte lösen zu können, und zwar vor allem in Bezug auf sich ständig diversifizierende Gesellschaften. Dies umfasst die Fähigkeit, in konstruktiver Weise in unterschiedlichen Situationen miteinander zu kommunizieren, Toleranz zu zeigen und unterschiedliche Standpunkte zu verstehen, zu verhandelnd, um gegenseitiges Vertrauen zu ermöglichen und einfühlsam zu sein.

Warum ist das für Jugendliche und junge Erwachsene mit Lernschwierigkeiten wichtig?

Jugendliche oder junge Erwachsene mit leichten Lernschwierigkeiten zeigen mit höherer Wahrscheinlichkeit Probleme in Bezug auf ihre Fähigkeit, emotionale Signale adäquat zu interpretieren oder einzusetzen, einfühlsam zu sein, Perspektiven zu wechseln, Freundschaft zu schließen oder aufrecht zu erhalten, zu kommunizieren, mit Ärger bzw. negativen Emotionen umzugehen, Probleme zu lösen oder erfolgreich in Schule oder Berufsleben zu sein Guralnick, 2004). Dabei werden soziale Kompetenzen oder auch Soft-Skills genannt als unumgänglich in Bezug auf die Erwerbsfähigkeit erachtet, sodass es wichtig erscheint, diese Fähigkeiten zu fördern, vor allem bei vulnerablen Zielgruppen.

Literaturhinweise

Arendt. H. (1958): The Human Condition. Chicago: University of Chicago. Cited through Schoon. I. (2009). Measuring social competencies.German Council for Social and Economic Data.

European Commission (2007). Key Competences for Lifelong Learning. European Reference Framework. Luxemburg: Office for Official Publications of the European Commission. Retrieved under http://ec.europa.eu/dgs/education_culture/publ/pdf/ll-learning/keycomp_en.pdf

Guralnick, M. (2004). Strengthening Social and Emotional Competence in Young Children – The Foundation for Early School Readiness and Sucess. Incredible Years Classroom Social Skills and Problem Solving Curriculum. Infants and Young Children, 17.2., 96-113